Dobermannzwinger von der Sternhöhe
Dobermannzwinger von der Sternhöhe

In Gedenken

Aufgewachsen bin ich mit Deutschen Schäferhunden:

Schon meine ersten Schritte wurden durch einen deutschen Schäferhund mit Argusaugen beobachtet: "Hasso" damals ohne Papiere , da " über den Wurf", gehörte meinem Onkel.

Nora, mit roten SV Papieren, begleitete mich durch meine komplette Jugend und war mein Begleiter , wenn ich mit Freundinnen, wie ein Wildfang, durch die Weinberge zog. Sie wartete geduldig am Fuße der Mauer, bis ich diese  wieder hinunterkletterte oder zog unsere Schlitten im Winter wieder den Berg hinauf. Sie war eine stattliche Hündin mit ca 38 kg. Oftmals schüttelten die Leute die Köpfe darüber, wie eine 12 Jährige allein mit einem solch grossen Hund allein spazieren gehen konnte, doch wir waren ein tolles Team und auf keinen in der Familie hörte diese Hündin so gut, wie auf das kleine 12 jährige Mädchen. Nora musste 13jährig, nach meinem 16. Geburtstag, eingeschläfert werden.

Da ein Leben ohne Hund kein Leben ist, bekam ich ca ein halbes Jahr später meinen ersten eigenen Hund. Ein Züchter in der Nähe unseres Wohnortes hatte eine junge Schäferhündin zur Abgabe: So zog die 13 monate alte deutsche Schäferhündin " Cleo aus der Rheingaumitte" ein.

Leider hatte diese zeitlebens Magen-und Darmprobleme- möglicherweise hervorgerufen durch eine mitgebrachte Salmonelleninfektion. Trotz allem begleitete mich diese Hündin über 10 Jahre und war mein Schatten. Mit ihr wollte ich mit dem Hundesport beginnen. Doch leider wurde ich auf dem nahegelegenen Hundeplatz diesbezüglich nicht genügend unterstützt und entschied mich dagegen. Trotz allem und rückblickend war diese Hündin einfach nur klasse und ich habe sie auch ohne Hilfe zu einem tollen und gehorsamen Hund erzogen. Ich musste sie leider  mit 11 Jahren aufgrund ihrer Cauda equina Erkrankung einschäfern lassen.

Danach wollte ich eigentlich keinen Hund mehr. Doch nach 2 Wochen mit grossen Diskussionen mit meinem damaligen Freund, merkte ich, dass etwas fehlt. Hier fiel die Entscheidung für den Dobermann, eine Rasse die mich aufgrund ihrer Optik seit Kindertagen fazinierte... ihr tolles Wesen lernte ich durch einen guten Bekannten und dessen Dobi- Rüden " Vince vom Eschenbruch" kennen. So war auch der Weg zum Zwinger von Eschenbruch nicht weit....

Ich fuhr in den Ruhrpott und lernte die Mama meines zukünftigen Hundes kennen und die Züchter Sabine und Heiko Lorenz, zu denen ich auch heute noch einen sehr guten Kontakt pflege. Ich " bestellte" bei Sabine eine schwarze Hündin. Doch manchmal entscheiden andere und so tabste ein kleiner dickköpfiger Rüde in meine Arme. Kurz vor Weihnachten 2008 zog dann mein " Pups" ein - Zoom vom Eschenbruch.

Bis heute habe ich es im Grunde nicht bereut, auch wenn ich mit diesem Hund im Hundesport nicht nur Erfolge verzeichnen konnte. So manches mal habe ich im gedroht, das ich ihn zur Züchterin zurückbringe oder irgendwo anbinde, besonders wenn er mal wieder bei einer Prüfung den Clown gespielt hat. Seine Ausbildung war nicht immer einfach, leider auch, weil wir einige Versuche für den richtigen Hundeplatz brauchten. Rückblickend hat mir Zoom den Einstig ins Hundesportlerleben nicht einfach gemacht, aber ich habe durch ihn unglaublich viel gelernt.

                                                                                                                                                                                                           Sabrina Söhn